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Norbert Heuser im Gespräch mit Niki Vogt. Lange hatten Tätowierungen – oder englisch „Tattoos“ etwas Anrüchiges an sich. Raue Seeleute, Sträflinge und „Wilde Stämme im Dschungel“ trugen Tattoos. Doch tatsächlich gibt kaum eine Kultur, die diese Art von Körperschmuck nicht benutzte. Charles Darwin hat damals schon geschrieben: „Es gibt keine Nation auf diesem Planeten, die dieses Phänomen nicht kennt.“ In Europa ist es der berühmte Mordfall in den Alpen, der das belegt: die Mumie des Mannes aus einem Gletscher, alias „Ötzi“. Er starb vor ca. 5400 Jahren auf einem Pass im Gebirge zwischen Österreich und Italien. Seine Tätowierungen scheinen eine Art therapeutische Karte gewesen zu sein. Ägyptische Mumien weisen Tattoos auf und es gibt Skulpturen von tätowierten Menschen als Grabbeigaben. Indigene Völker pflegen den Brauch rundum die Welt. Außer an mumifizierten Körpern findet man aber wenig Beweise aus antiken Zeiten, denn die Tattoos leben und sterben mit ihren Trägern. Der Zweck von Tattoos ist sehr unterschiedlich. In manchen Kulturen schmückte sich der Adel nicht nur mit kostbaren Waffen, Ausrüstung, Kleidung und Bauwerken, auch der Körper musste geschmückt und mit unauslöschlicher Symbolik gekennzeichnet werden. Im Gegensatz zum einfachen Volk mir seinen einfachen Formen, stachen hoch bezahlten Meister die Tattoos. Das bestimmte Symbole die Abstammung, Rang und Herkunft, zeigten und die man in eingeweihten Kreisen verstand. Es gab und gibt auch heute noch mythische Tattoos, zum Beispiel Tier-Schutzgeister für bestimmte Familien auf Tahiti. Tattoos konnten aber auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe signalisieren. Manchmal als Ehre für Eingeweihte, aber auch schon seit dem Altertum als Stigma für Ausgegrenzte, wie Diebe, Gefangene, oder Ehebrecher. Oder als Besitzzeichen eines Herrn. (SS-Nummer unter dem Arm, KZ-Häftlinge, Sklavenhaltung oder ähnlich einem Brandmal für Tiere). Die Bedeutung einer Tätowierung oszilliert zwischen Auszeichnung und „Schandmal“, therapeutischer Anwendung und Körperdekoration. Ötzi , der Mann aus dem Gletscher-Eis, trug anscheinend therapeutische Tattoos. Tatsächlich wurde schon festgestellt, dass unter Tätowierungen der Körper mehr Antikörper bildet, was Entzündungen, Arthritis oder Degeneration positiv beeinflussen kann. Tätowierungen bleiben nicht einfach folgenlos in der Oberhaut, sondern haben Auswirkungen bis tief ins Gewebe. Heute sind Tattoos gesellschaftsfähig. Es gibt Körperkunst für jeden Geschmack: Primitiv-dilettantische und künstlerisch wertvolle, Tattoos. Doch während man früher auf wenige natürliche Farbstoffe wie Ruß und Ocker zurückgreifen musste, fordern die Kunden heute künstlerisch anspruchsvolle und entsprechend teure Tattoos und Farben, die intensiv und in vielen Schattierungen strahlen. Das Problem: Diese modernen Tattoofarben sind zu einem großen Teil giftig. So schön die Bilder auf der Haut auch sind, welche Träume, Fantasien oder Schmuck sie auch darstellen, ihre Träger denken meist nicht darüber nach, welche ungesunden Chemikalien da unter ihre Haut gespritzt werden und welche Wirkungen diese im Körper entfalten. Eine Studie im Fachjournal „Contact Dermatitis“ zeigte: Neun von zehn Tattoo-Farben genügen nicht einmal den gesetzlichen Vorschriften. 73 Farben wurden geprüft, alle waren mit Chrom und Nickel belastet. Sogar Quecksilber, Arsen, Mangan, Kobalt und Blei wurden in einigen gefunden. In grünen und blauen Farben war Kupfer enthalten, bisweilen über dem Grenzwert. Übrigens wurden viele Pigmente gar nicht für das Einbringen unter die menschliche Haut konzipiert und geprüft, sondern für Autolacke oder Druckerpatronen entwickelt. Dazu kommt, dass manche Farben verbotene Konservierungsstoffe oder Nanopartikel enthalten, deren Auswirkungen erforscht sind. Manche Farben zerfallen auch in der Haut und was ihre Spaltprodukte anrichten können, weiß auch niemand. Viele Inhaltsstoffe sind bekanntermaßen theoretisch krebserregend oder lösen Allergien aus. Nur wenige Studien beschäftigen sich mit langfristigen Gesundheitsfolgen. Was mit den Tattoofarben passiert, sobald sie in die mittlere Hautschicht kommen und dort verstoffwechselt werden, ist kaum untersucht. Die Tätowiernadel spritzt die Farbe bis zu drei Millimeter tief in die Haut. Ein Teil der Farbe wandert über das Lymphsystem in die Lymphknoten, wo sie die Lymphknoten, wichtige Zentren der Immunabwehr einfärben – und möglicherweise vergiften. Wohin sonst noch die Farbstoffe im Körper gelangen und ob sie dort ein Gesundheitsrisiko darstellen, ist ebenso unerforscht. Norbert Heuser hat sich eingehend dem Problem der neuen Tätowierfarben beschäftigt. Er klärt auf, informiert und gibt auch Ratschläge. Ein brisantes Interview. Wer mehr wissen will, kann Norbert Heuser selbst kontaktieren:
Kontakt:
Norbert
Heuser
https://verbesseredeinleben.info
Tel.:
03591 – 531 7440





